Angeführt von Captain Klaus Pastor und Vizepräsident Carsten Augsburger - als Chef-Übersetzer vom ersten bis zum letzten Tag der gefragteste Mann - fehlten am Ende zwei Siege in den Einzel-Matches, um den Pokal zu verteidigen. Knapp aber verdient gewannen die Gastgeber mit 14,5:10,5 Punkten.
Auf dem "Golf de Macon la Salle", dessen Zustand nach allgemeiner Meinung am besten mit "naturbelassen" umschrieben werden kann, standen am ersten Tag des Länderspiels die Chapman-Vierer auf dem Programm. Das wohlbekannte Format kam beiden Seiten entgegen, und so trennte man sich mit einem schiedlich-friedlichen 4:4. Den stärksten Auftritt hatten Mannschaftskapitän Klaus Pastor und Brigitte Woyke. Sie fertigten ihre Gegner mit 4 auf 3 ab.
Ansonsten ging die DMGG-Rechnung nicht auf. 5:3 hätte es nach den Chapman-Vierern stehen sollen. Dass daraus nichts wurde, lag offensichtlich an unseren französischen Freunden, die – ungerührt von unserer überlegenen Strategie bei der Zusammensetzung der Teams – besser spielten als erwartet.
Während am ersten Tag noch ein DMGG-Spieler aussetzen musste, weil sonst kein zahlenmäßig ausgeglichenes Verhältnis zustandegekommen wäre, konnten am zweiten Tag alle 17 den Schläger schwingen. Die Mannschaftskapitäne hatten sich darauf geeinigt, die Paarungen so anzusetzen, dass die Gegner sich möglichst wenig Schläge geben mussten.Bei bestem Wetter ging es auf die Runde. Vorneweg die Spieler mit den niedrigeren Handicaps, denen es an diesem Tag an der rechten Fortune fehlte. Gleich die ersten fünf DMGG-Aktiven unterlagen ihren französischen Gegnern. Für den ersten Punkt sorgte Michael Allendorf, der Serge Philipot mit 8 und 6 düpierte. Auch Marie-Luise Pastor feierte mit 5 und 4 (gegen Sandrine Delacour) einen Kantersieg. Punkt-Lieferanten für die DMGG waren ferner Jakob Derbolowsky, Jörg Fetha, Brigitte Woyke und Daniela Brückner sowie Jörg Savelsberg mit einem halben Zähler.
Aber es reichte nicht. Am Ende siegten die Franzosen mit 10,5 zu 6,5. Mit den Vierern addierte sich das zu 14,5 (Frankreich) zu 10,5 (Deutschland). Nächstes Jahr – irgendwo bei Köln – wird das besser!
Alles in allem: ein tolles Länderspiel mit bestem Wetter, einer hervorragenden Unterkunft im Chateau de Besseuil, einem "naturbelassenem" Golfplatz und sehr fairen Gegnern.